Ein Hochbeet aus Steinen ist nicht nur ein Blickfang im Garten, sondern auch besonders langlebig und pflegeleicht. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die Auswahl der richtigen Materialien, erhalten eine detaillierte Anleitung zum Bau eines Steinhochbeets und wertvolle Tipps für die Bepflanzung. Lassen Sie sich inspirieren und machen Sie Ihren Garten zu einem Blickfang.
Auswahl der richtigen Mauersteine
Mauersteine bieten zahlreiche Vorteile für ein Hochbeet: Sie sind langlebig, witterungsbeständig und verleihen dem Garten ein ansprechendes Aussehen. Es gibt verschiedene Arten, die sich für ein Hochbeet eignen.
Natursteine:
Natursteine wie Granit oder Sandstein zeichnen sich durch ihre natürliche Optik und hohe Haltbarkeit aus. Sie fügen sich harmonisch in die Gartenlandschaft ein und bieten eine rustikale, elegante Ästhetik. Natursteine sind zudem umweltfreundlich, da sie keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten.
Klinkersteine:
Klinkersteine sind robust und bieten eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost und Feuchtigkeit. Ihre gleichmäßige Form und Farbe führen zu einer klaren Struktur im Hochbeet. Klinkersteine sind zudem pflegeleicht und bedürfen nur minimaler Instandhaltung.
Betonsteine:
Betonsteine sind besonders vielseitig und in vielen Farben und Formen erhältlich. Sie sind kostengünstig und einfach zu verarbeiten, was sie zu einer beliebten Wahl für Selbstbauprojekte macht. Zudem bieten Betonsteine eine hohe Stabilität und sind ideal für größere Hochbeete.
Jeder Steintyp bringt seine eigenen Vorteile mit sich. Die Wahl hängt letzten Endes von Ihren persönlichen Vorlieben, dem Stil des Gartens und dem gewünschten Pflegeaufwand ab.
Tipp: Weitere mögliche Steintypen zum Mauern eines Steinhochbeets finden Sie in unserem Ratgeber „Welche Steine eignen sich für den Bau eines Hochbeets?“.
Anleitung: So bauen Sie Ihr Hochbeet aus Steinen selbst
Der Bau eines Hochbeets aus Steinen erfordert sorgfältige Planung sowie die richtigen Materialien und Werkzeuge. In den folgenden Abschnitten erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Hochbeet selbst errichten. Hier sind die wichtigsten Dinge, die Sie benötigen:
Materialien:
Werkzeuge:
• Schaufel
• Steintrennmaschine (Steintrenner)
• Spachtel
• Maßband
• Arbeitsschutz: Gehörschutz, Arbeitshandschuhe, Schutzbrille, Atemschutzmaske
Schritt 1: Planung und Design
Bevor Sie beginnen, sind eine gründliche Planung und ein durchdachtes Design wichtig.
- Standortwahl: Wählen Sie einen Standort, der ausreichend Sonnenlicht erhält, idealerweise mindestens 6 Stunden pro Tag. Der Boden sollte eben und gut entwässert sein, um Staunässe zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass der Standort leicht zugänglich ist, sodass Sie das Hochbeet bequem pflegen können.
- Design: Überlegen Sie sich die Form und Größe Ihres Hochbeets. Rechteckige Hochbeete sind am einfachsten zu erbauen und zu pflegen, aber auch runde oder geschwungene Formen sind möglich. Die Höhe des Hochbeets sollte zwischen 60 und 80 cm liegen, um bequemes Arbeiten ohne Bücken zu ermöglichen.
- Planungsskizze: Erstellen Sie eine Skizze Ihres Hochbeets, um die genaue Position und Abmessungen festzulegen. Markieren Sie den Standort und messen Sie die Fläche aus, um die benötigte Menge an Materialien genau zu berechnen.
Schritt 2: Das Fundament
Für die Langlebigkeit und Stabilität Ihres Hochbeets ist ein stabiles Fundament von großer Bedeutung. So gehen Sie bei der Vorbereitung vor:
- Vorbereitung des Untergrunds: Heben Sie an dem zuvor ausgewählten Standort mit einem Spaten einen 60 cm tiefen Graben aus.
- Schutz vor Wühlmäusen und Co.: Um Ihr Beet vor Nagetieren wie Kaninchen oder Wühlmäusen zu schützen, legen Sie eine Schicht Kaninchendraht auf den vorbereiteten Untergrund. Der Draht sollte den gesamten Boden des Beets bedecken und an den Rändern leicht nach oben gebogen werden, damit keine Tiere durchgraben können. Befestigen Sie den Draht mit Erdankern oder Steinen, damit er während des weiteren Baus an Ort und Stelle bleibt.
Schritt 3: Einrichtung einer Drainageschicht
Eine effektive Drainageschicht verhindert Staunässe und hält die Pflanzenwurzeln gesund. So richten Sie sie erfolgreich ein:
- Kies oder Schotter als Basis: Verteilen Sie eine etwa 10–15 cm dicke Schicht aus grobem Kies oder Schotter auf dem Boden des Hochbeets. Diese Schicht sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser abgeleitet wird.
- Verdichtung der Schicht: Verdichten Sie den Kies oder Schotter mit einer Rüttelplatte, um eine stabile Basis zu schaffen.
- Sandschicht: Schichten Sie danach eine etwa 10 cm hohe Sandschicht auf den verdichteten Schotter. Verdichten und begradigen Sie diese Schicht sorgfältig. Sie dient als Ausgleichsschicht, die eine ebene und stabile Basis für die Steinmauern schafft.
Schritt 4: Die erste Steinreihe
Nun ist es Zeit für die erste Steinreihe. Sie ist entscheidend für die Stabilität und Ausrichtung Ihres gesamten Beets.
- Auftragen des Mörtels: Tragen Sie den Mörtel mithilfe einer Maurerkelle auf die Unterseite der einzelnen Steine auf. Dies ermöglicht eine präzise Platzierung und verhindert, dass der Mörtel ungleichmäßig verteilt wird.
- Setzen der ersten Steinreihe: Platzieren Sie die Steine auf dem vorbereiteten Fundament und klopfen Sie sie leicht mit einem Gummihammer fest. Achten Sie darauf, dass die Steine in der ersten Reihe hundertprozentig waagerecht liegen. Überprüfen Sie dies mit einer Wasserwaage und korrigieren Sie bei Bedarf.
Schritt 5: Die weiteren Steinreihen
Nachdem die erste Steinreihe stabil und gerade gesetzt ist, können Sie mit den weiteren Reihen fortfahren. Achten Sie darauf, die Stabilität und Ausrichtung beizubehalten.
- Versetztes Setzen der Steine: Setzen Sie die Steine der zweiten Reihe versetzt zu denen der ersten Reihe, um Kreuzfugen zu vermeiden. Dies erhöht die Stabilität des Hochbeets. Beginnen Sie die zweite Reihe mit einem halben Stein.
- Steine zuschneiden: Schneiden Sie den ersten Stein der zweiten Reihe auf die passende Größe zu. Verwenden Sie dazu einen Steinschneider und achten Sie auf ausreichenden Arbeitsschutz.
- Setzen der Steine: Tragen Sie Mörtel auf die Unterseite der Steine auf und setzen Sie sie versetzt zur ersten Reihe. Drücken Sie die Steine leicht an und überprüfen Sie die Ausrichtung nach jedem Stein.
- Wiederholen der Schritte: Setzen Sie die Steine Reihe für Reihe weiter auf, bis Sie die gewünschte Höhe des Hochbeets erreicht haben.
- Aushärten lassen: Lassen Sie den Mörtel vollständig aushärten.
Schritt 6: Verkleidung und Befüllung
Nachdem die Mauer des Hochbeets vollständig aufgebaut ist, folgt die Verkleidung und Befüllung.
- Verkleidung des Hochbeets: Verkleiden Sie das Hochbeet von innen mit Teichfolie oder Noppenfolie. Diese schützt die Innenwände vor Feuchtigkeit. Befestigen Sie die Folie an allen Innenwänden des Hochbeets über die gesamte Höhe.
- Befüllung des Hochbeets: Füllen Sie das Hochbeet schichtweise, um eine optimale Drainage und Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Beginnen Sie mit einer groben Schicht aus Zweigen oder kleinen Steinen. Darauf kommt eine Schicht Komposterde. Zum Abschluss folgt bis zum oberen Rand des Beetes die Pflanzerde.
- Abschlussarbeiten: Glätten Sie die Oberfläche der Hochbeeterde und bewässern Sie sie gründlich, um die Erde zu setzen. Nach einigen Tagen können Sie mit der Bepflanzung beginnen.
Tipps für die Bepflanzung
Hier sind einige wichtige Tipps, um Ihr Hochbeet optimal zu bepflanzen und eine reiche Ernte zu erzielen:
• Geeignete Pflanzen: Wählen Sie Pflanzen, die sich besonders gut für Hochbeete eignen. Dazu gehören Salate, Radieschen, Karotten, Tomaten, Kräuter wie Basilikum und Petersilie sowie Blumen wie Ringelblumen und Kapuzinerkresse.
• Pflanzabstand: Achten Sie darauf, das Hochbeet nicht zu überladen. Halten Sie den empfohlenen Pflanzabstand ein, um ausreichend Platz für das Wurzelwachstum und eine gute Belüftung zu gewährleisten.
• Schattenwurf minimieren: Um Schatten zu minimieren, platzieren Sie hohe Pflanzen hinten oder in die Mitte des Hochbeets und niedrigere vorne oder am Rand. So nutzen Sie den Platz gut aus und sorgen dafür, dass alle Gewächse genug Licht bekommen.
• Mischkultur nutzen: Setzen Sie auf Mischkultur, um Schädlinge abzuwehren und das Wachstum zu fördern. Kombinieren Sie zum Beispiel Gemüse wie Karotten mit Zwiebeln oder Tomaten mit Basilikum. Diese Gartenpflanzen unterstützen sich gegenseitig und verbessern die Gesundheit des Bodens.